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Kanu Einsteigerberichte KCSH 2010




         

Sonntag, 30. Mai
Erste Kanupaddelversuche auf dem Bodensee, Eschenz

Kalt und nass, so richtig cooles Wetter um die ersten Kanupaddelversuche zu starten. Brrr!! Wir starten zuerst in der Seehütte in Eschenz in trockener Umgebung mit einer Vorführung von Andis Paddeltechnik auf Holzbänkli. Danach zwängen wir uns in Neopren, Thermowäsche, Faserpelz, Regenjacke … und ab ins Wasser.

Paddelschläge, geradeaus fahren - ist gar nicht so einfach - weiter im Slalom fahren, über Baumstämme rutschen, Kanu kippen bis zum Anschlag, Schwammschlachtspiele, Fotos, Kanuparade etc. etc. und dazu - Wasser von oben und von unten. Dazwischen eine trockene Mittagspause in der Seehütte mit mitgebrachtem Lunch und sogar Kaffee und Kuchen fehlten nicht. - was wollen wir mehr? Mehr Kanu fahren!? Es war trotz kaltem und nassem Wetter ein wunderbarer Start ins Kanuabenteuer des Anfängerkurses. Danke Moni, Ruedi und Andi.   -- Bea --


         

Mittwochabend, 2. Juni
Auf dem Rhein gegen die Strömung paddeln

Heute ging es Obsi! Nach einem kurzen Theorieblock über das Kehrwasser selbst und die dazu notwendige Technik setzten wir uns in unsere Kajaks. Mit beherztem Hüftschwung liessen wir uns von der Holplattform in den Rhein gleiten, um gleich darauf von der starken Strömung überrascht zu werden. Die ersten Meter waren sehr ungewohnt und einige von uns mussten feststellen, dass gegen die Strömung paddeln recht anstrengend ist und sehr viel Konzentration nötig ist. Unsere ausgewogene Gruppe meisterte diese Challenge jedoch hervorragend und schon bald konnten wir beim Lindli unsere ersten Paddelversuche im Kehrwasser durchführen.

Nach vier bis fünf Durchgängen paddelten wir weiter den Rhein hinauf und versammelten uns gegenüber der Bootswerft. Erstaunt waren wir über die einfache Technik des Traversierens – Wichtig ist einfach der „Füdlilupf“ – und schon geht es ohne grossen Höhenverlust auf die andere Seite. Nach einigen Spielen und frechem Kajak rempeln bei der Bootswerft setzten wir wieder auf die Lindli Seite zurück. Entspannt liessen wir uns wieder zurück zum Salzstadel treiben und versuchten uns mehr oder weniger elegant aus dem Kajak auf die Treppe oder die Holzplattform zu hieven.

Erneut durften wir einen spassigen Kursteil erleben – wir freuen uns bereits auf den nächsten Mittwoch. Dank an das gesamte Leiter-Team (Monika, Ruedi, Dani, Andi, Katja und Dora)   -- Daniela – die mit dem Fröschli-Kajak :-) --


Mittwochabend, 9. Juni
Wir vertiefen das Gelernte auf dem Rhein bei der Bootswerft

Endlich wieder aufs Wasser. Das Raustragen der Boote und das Material holen, laufen schon wie von alleine. Vom Salzstadel den Rhein hoch zum ersten grösseren Kehrwasser dreht das Boot zwar immer noch manchmal wie es will, aber wenn ich da an das erste Mal auf dem Bodensee denke fühlt sich das heute schon richtig gut an.

Wir üben das Kehrwasserfahren und Traversieren: Obwohl der Kopf nach der Theorie meint er wisse wie das geht, macht‘s der Körper irgendwie anders. Erst beim anschliessenden „Wasserball“spiel und Kanuseilziehen vor der Bootswerft ist der Kopf dann still und es spritzt, saust und dreht von ganz alleine. Die in der Nähe nistenden Taucherli, schauen etwas verwundert zu, scheinen aber nicht sonderlich gestört zu sein. In friedlicher Abendstimmung lassen wir uns dann zurücktreiben und freuen uns schon auf nächste Woche.   -- Gregor --


Mittwochabend, 16. Juni
Thurschleife – Kehrwasserfahren vertiefen

Nachdem wir im Rhein das Kehrwasser im Griff haben, standen nun erste schärfere Kehrwasser an. Andis grüner Kajak-Bomber war schon bald mit unserer Ausrüstung geladen und nachdem wir uns vom Sieg der CH-Natzi gegen Spanien überzeugt hatten, ging es mit lautstarkem Gehupe los zur Thur-Schleife nähe Ossingen. Kaum angekommen stürzten wir uns auf unsere Kajaks, stülpten uns nun endlich mal den 6i-Helm auf den Kopf und begaben uns zur Thur.

Der Wasserstand war optimal, die Stimmung ausgezeichnet, einzig das hohe Wiesenbord ohne klar erkennbare Einstiegsstelle sorgte für verdutzte Gesichter. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und so wasserten wir sitzend in den Kajaks über das Wiesenbord in die Thur. Eine kleine Mutprobe die jedoch alle mit Bravour bestanden – Die Taufe im Kajak-Canyoninghatten wir also bestanden. Aufgeteilt in zwei Gruppen ging es nun daran die zum Teil sehr scharfen Kehrwasser anzufahren und das Gefühl dafür zu bekommen wie das Kehrwasser zu nutzen ist.

Nach kurzer Zeit hatten wir den Dreh raus und entwickelte sich zum Sucht-Faktor - es macht einfach riesig Spass! Kein Kehrwasser war mehr vor uns sicher und wir genossen diesen schönen Abend auf der Thur. Die Ausstiegsstelle war kurz nach den „Stromschnellen“ erreicht und da es schon langsam dunkel wurde beendeten wir unser erstes Thur Abenteuer. Dank der Thur-Schleife war der Weg zurück zum Kajak-Bomber sehr kurz und es folgte das obligate Programm – AZAVUT (Aufladen – Zurückfahren – Abladen – Versorgen – und Tschüss). Vielen Dank an Monika, Ruedi, Andi und Katja für eine weitere tolle Erfahrung.   -- Dani – der den Wasserstand von unten kontrolliert ;-) --


         

Mittwochabend, 23. Juni
Thur von Stufe Gütighausen bis Thurschleife

Wiederum trafen wir uns am Mittwochabend beim Bootshaus, ganz gespannt, wohin unsere Leiter uns heute führen würden. Die Thur hätte einen guten Wasserstand, hiess es sofort mit einem Glänzen in den Augen. Gut = 60 m3/s eher hoch. Denen, die noch etwas unsicher schauten, wurde versichert, dass die Thur bei hohem Wasserstand eher einfacher zu fahren sei – die Kehrwasser sind dann nicht so „scharf“. Und dann war da noch die Rede von einer Stufe. Stufe??? „Muesch eifach paddle, paddle, paddle, dänn passiert nüt!“ hiess es. Die Option, dass man aber auch unterhalb der Stufe einsteigen kann, liess alle wieder munter dreinschauen.

Diesmal fuhren wir noch etwas weiter hoch bis Gütighausen. Dort angekommen fragte uns Andi, wer mit über sie Stufe komme. Einige entschieden sich dafür, andere dagegen. Vom Ufer aus begutachteten wir dann diese ominöse Stufe und liessen uns erklären, wo wir sie am besten passieren. Also, die Theorie war sonnenklar wie das Wetter. Aber dann, auf dem Wasser, vom Boot aus, sah alles ganz anders aus. Wo war nur diese Durchfahrt? Zum Glück „standen“ uns zwei Leiter unterhalb der Stufe Spalier und zeigten uns mit ihren erhobenen Paddeln, wo wir durchfahren sollten. So meisterten dann auch alle souverän dieses Hindernis. Wir haben auch gemerkt, dass die Fahrt bei hohem Wasserstand ziemlich rasant werden kann. Als die Leiter damit beschäftigt waren, einem gekenterten Teilnehmer zu helfen, hiess es, wir sollen im nächsten Kehrwasser warten – nur da war weit und breit keines und es trieb uns weiter flussabwärts. Als Bea dann rief:“Hilfe ich bi zvorderscht – wa muess i mache!?“ kam auch schon Moni angeflitzt und sammelte so ihre Schäfchen – oder hier besser Entlein – wieder zusammen.

Danach ging es dann weiter flussabwärts wo wir das Kehrwasserfahren noch etwas übten und uns die Leiter mit ihrem unermüdlichen „Kante hebä, Kante hebä, Kante hebä...“ motivierten. Zwischendurch liessen wir uns einfach treiben und genossen den genial schönen Abend. Vielen Dank an die Hauptleiter Moni, Ruedi und Andi und an die diversen HilfsleiterInnen Wir haben viel gelernt, gelacht, gestaunt und noch vieles Mehr...   -- Nicole --


Sonntag, 11. Juli
Einsteiger-Abschlussfahrt Reuss Bremgarten bis Mellingen

Um 08.30 Uhr herrscht im Bootshaus bereits Hochbetrieb. Jeder sucht sich sein Material zusammen. Endlich haben alle ihre 5 Sachen: Helm, Paddel, Spritzdecke, Schwimmweste und Boot. Alles wird in und auf den 4 Autos verstaut. Unsere Gruppe besteht aus 12 Teilnehmer/innen und setzt sich aus Einsteigern und „Alten Füchsen“ zusammen. Wir fahren nach Mellingen zur Ausbootsstelle. Dort ziehen wir unser Neopren an, deponieren in einem Auto die trockenen Kleider und fahren nach Bremgarten zum Waffenplatz. Es ist ein sonniger, heisser Tag und am vollen Parkplatz erkennen wir, dass wir nicht die einzigen auf der Reuss sein werden. An der Einbootsstelle drängen sich Gummibötli, Luftmatratzen, Kanadier - und wir dazwischen. Nachdem wir vollständig ausgerüstet sind, die Auftriebskörper und Stopfen kontrolliert haben, kann es losgehen. Im ersten Kehrwasser versammeln wir uns für den Start. Monika, Andi und Ruedi geben uns Anweisungen, in welcher Formation wir das erste Räuschchen passieren werden. Das Wichtigste sei: Paddle, paddle, paddle! Wir sind alle voll freudiger Spannung. Es geht los. Die Ersten preschen bereits durch die Wellen. Lustig geht es auf und ab. Es schäumt und spritzt. Das macht Spass! Alle sind durch. Die erste Herausforderung haben wir bestanden. Wir passieren weitere Stellen mit schönen Wellen. Manchmal hört man einen Freudenjuchzer oder Rufe wie: „So geil, das ist eben das Reussgefühl“!

Ruedi, Monika und Andi leiten uns Anfänger sehr gut. Ich fühle mich sicher mit ihnen. Manchmal paddeln Andi oder Ruedi voraus, um eine kritische Stelle zu begutachten. Sie positionieren sich dann an der optimalen Stelle, damit wir genau wissen, wo wir durchfahren müssen. Ich höre Ruedi jetzt noch rufen: „Paddle, paddle, paddle, paddle!“ Weil die Mittagsinsel in der prallen Sonne liegt, legen wir an einem schattigen Waldplatz an, wo gerade eine Familie am Grillieren ist. Es stört sie nicht, dass plötzlich 12 Leute mehr um sie herumsitzen. Nachdem wir unser Picknick verdrückt haben, zieht es uns schnell wieder weiter. Ich geniesse die schöne Flusslandschaft und das abwechslungsreiche Gewässer. Unterwegs überholen wir immer wieder Gummibötlifahrer. Sie räkeln sich bequem in ihren weichen Booten - nur in Badehosen. Ich komme mir mit Neopren, Schwimmweste, Helm und Spritzdecke im Vergleich zu ihnen ziemlich overdressed vor. Aber spätestens nachdem es doch zu Kenterungen unsererseits kommt, finde ich unsere Ausrüstung ganz sicher angemessen.

Wir paddeln an den Elefantenfelsen vorbei und sind bald an der Ausbootsstelle. Nachdem wir unsere Schifflein an Land gezogen haben, stürzen wir uns jetzt freiwillig ins Wasser. Einige ziehen den Neopren im Wasser aus, was an sich nichts Besonderes ist. Aber Katja schafft das Unmögliche: Im reissenden Fluss gelingt es ihr, den Neo wieder anzuziehen! Plötzlich hören wir ein merkwürdiges Blubbern: die Reusskrokodile! Das Blubbern wird lauter und vielstimmiger. Langsam tauchen immer mehr Krokodile an der Wasseroberfläche auf, denn wir mutieren einer nach dem anderen zu Krokodilen – bevor wir gefressen werden! Wieder in Schaffhausen, geniessen die einen in der Sommerlust noch ein Bier.   -- Karin --




Letzte Aktualisierung:
9.April.2018, 10:30 Uhr


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