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Berichte der Tourengruppe 2020




Bericht :: Seekajaktour Schiffenen- und Murtensee 22.-23.8.2020

Beim Lesen der Ausschreibung für die Seekajaktour vom 22./23. August habe ich gemerkt, dass es in der Schweiz einen See gibt, von dem ich noch nie gehört oder gelesen hatte…. Meine Suche ergab, dass der Schiffenensee ein gestauter Teil der Saane ist, der kurz nach Freiburg beginnt. Die Staumauer in der Nähe von Schiffenen wurde Anfang der sechziger Jahre gebaut; sie staut die Saane auf einer Länge von 12 Kilometern. Am Samstag fuhren wir (Tourenleiter Urs, Claudia Schär, Hans und Claudia, Karin, Katja und ich) verteilt in 3 Autos los Richtung Bern/Fribourg. Unterwegs strömender Regen, wir hofften einfach, dass es ab 11 Uhr trocken sein würde, wie’s der Niederschlagsradar versprochen hatte. In Würenlos gab’s einen kurzen Kaffeehalt – und siehe da, in Freiburg angekommen rückten die Wolken zur Seite und machten der Sonne Platz.

Die Boote waren schnell abgeladen, dann wurden 2 Autos nach Schiffenen an unser Tagesziel verschoben und kurz nach 12 Uhr sassen dann alle in den Seekayaks. Zuerst machten wir einen kurzen Abstecher Richtung Stadt, ein wenig Flussfeeling. Dann ging’s los Richtung Stausee, zuerst noch mit etwas Strömung, die dann immer weniger wurde. Schon von Anfang an begleiteten uns an beiden Ufern hohe zum Teil baumbestandene Sandsteinfelsen. Nach wenigen Kilometern dann eine erste Paddelpause, wir sind schon bei der Magdalena- Einsiedelei angekommen. Nach kurzem Spaziergang erreichen wir das einzigartige in den Sandstein gehauene Höhlensystem.

Erst vor wenigen Jahren wurde erkannt, dass es sich bei diesen Sandsteinwänden um versteinerte Sanddünen handelt – der Nachweis, dass in der Region Freiburg vor Jahrmillionen ein Meer vorhanden war. Heute führt eine Autobahnbrücke der A12 direkt an den Höhlen vorbei – der früher mit Sicherheit sehr ruhige Ort ist unterdessen sehr lärmig. Leider stellte sich heraus, dass der im Garten vorbereitete Apéro nicht für uns gedacht war – und so begnügten wir uns dann bei unserer Pause am Ufer mit dem mitgebrachten Lunch.

Auf der Weiterfahrt befuhren wir noch einen schmalen Seitenarm des Schiffenensees, Dschungelgefühle kamen dabei auf. Viel Grün, bemooste Baumstrünke und Äste, die aus dem Wasser ragen, es fehlten nur die Krokodile. Auf der linken Seeseite sehen wir kurz nacheinander 2 herrschaftliche Anwesen oberhalb der Felsen, die Schlösser Petit-Vivy und Grand-Vivy. Wir legen wenige hundert Meter vor dem Campingplatz Schiffenen an, wo wir die Boote wieder auf die Autos laden. Nach dem Aufstellen der Zelte gibt’s noch ein kurzes Bad im See, darauf haben wir uns schon den ganzen Tag gefreut. Z’nacht essen wir im Campingrestaurant.

Am frühen Sonntagmorgen nehmen wir uns (Katja und ich) Zeit für ein Morgenbad im See – sehr schön! Nach einem Cappuccino und Gipfel auf dem Campingplatz fahren wir weiter nach Nant am Murtensee in die Bäckerei zu einem ausgiebigen Frühstück. Nachher Einbooten, das sich auf den rutschigen Steinen und Steg als nicht ganz so einfach erweist und los geht’s zur Seeumrundung. Zuerst Richtung Osten zur Mündung des Canal de la Broye (der weiter zum Neuenburgersee führt), dann entlang dem schilfbesetzten Ufer Richtung Murten. Die schöne Kulisse der Altstadt geniessen wir vom Wasser aus. Wir paddeln weiter und legen an der Plage von Chablais an, um im kleinen Imbiss ‘Chez Rose-Marie’ unser Mittagessen zu geniessen. Kurze Abwechslung noch am Sandstrand mit etwas Frisbee spielen, dann steigen wir wieder in die Kayaks und sind schon auf dem Rückweg nach Nant. Mit Rückenwind sind wir ganz schnell wieder beim Parkplatz.

Schön wars, mal wieder auf Seen zu paddeln, den einen Tag in fjordähnlicher Umgebung, am zweiten Tag mit wunderbarer Sicht auf die nahen Alpen und den Jura. Insgesamt haben wir dieses Wochenende etwa 35km zurückgelegt.

Vielen Dank Urs für die tolle Organisation und den Chauffeuren/Chauffeusen für die Transporte der Teilnehmenden und der Boote – wir sind bei einem nächsten Ausflug sicher gerne wieder mal dabei ?

Brigitta Brüschweiler

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Bericht :: Seekajak Einsteigerkurs 25./26.07.2020

Da wegen dem Corona-Lockdown zuerst alle Kurse abgesagt werden mussten, brauchte man dieses Jahr etwas mehr Geduld, bis man als Anfänger das erste Mal in einem Kajak sitzen durfte... Der Kurs fand dann nach einigen An- und Abmeldungen schlussendlich mit 5 Teilnehmern statt. Am Mittwoch vor dem Kurs fand das erste, sogenannte "Wet Exit"-Training statt, wo alle Teilnehmer mindestens 2 Mal ihr gekentertes Boot verlassen mussten.

Am Samstag ging es dann zur Seehütte in Eschenz, wo die Boote zugeteilt und eingestellt wurden. Dann endlich (!) ging es aufs Wasser, wo ein Teilnehmer schon nach zwei Minuten das erste Mal kenterte, aber gelernt ist eben gelernt: blitzschnell tauchte er wieder neben dem Kajak auf ;-)

Nun folgten erste Lektionen in Paddeltechnik, wobei wir durch Michael Jakob mit guten Tipps unterstützt wurden. Nach anderthalb Stunden waren wir reif für eine erste Pause und danach wagten wir uns raus auf den Untersee und unternahmen die erste Seequerung Richtung Hafen Öhningen. Dort machten wir uns mit dem Corona-Schutzkonzept Baden-Würtemberg vertraut, was zu einigen witzigen Situationen führte. Nach Kaffee und Kuchen ging es wieder zur Seehütte, wo wir angesichts der angenehmen Wassertemperaturen noch Wiedereinstiegstechniken demonstrierten und übten.

Danach war die Luft draussen und alle Teilnehmer reif für den Apéro in der Hütte. Nach dem Nachtessen streifte uns eine Gewitterfront und danach machten sich einige auf die Suche nach den letzten Spuren des Neowise-Kometen, der dann dank Feldstecher doch noch gefunden wurde...

Am nächsten Tag ging es gestärkt mit einem Birchermüesli und viel Kaffee auf den weiten Weg Richtung Schaffhausen, wobei uns als Unterstützung Wilhelm Volpert begleitete. Unterwegs erlebten wir einige spannende Dinge und am späten Nachmittag erreichten wir endlich Schaffhausen. Um einige Erfahrungen reicher sind nun ein paar weitere Kursteilnehmer mit dem Paddelvirus infiziert!

Urs Waldispühl

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Bericht :: Seekajaktour Rheinfall—Tössegg 4.7.2020

Am Samstag traf sich eine muntere Schar beim Bootshaus zum Laden der Boote. Urs hatte das Kunststück fertig gebracht, auch ohne Anhänger Platz für alle Boote und Menschen zu finden.

Beim Rheinfallbecken wurden die Boote abgeladen und die Autos zur Tössegg gefahren. Die Wartenden hatten sich auf Kaffee und Gipfeli gefreut, doch die Rheinfall-Gastronomie befand sich noch im Tiefschlaf. Ausser Automatenkaffee im Pappbecher war nichts zu finden. Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein gings dann los in Richtung Rheinau.

Nach einigen Kilometern kam das erste Rheinauer Wehr in Sicht und wir reihten uns fürs Bähnli ein. Eine nette Stimme dirigierte alle Boote korrekt auf den Wagen und wir wurden bequem auf die andere Seite spediert. Auf dem Latrinenweg führte Urs uns zum zweiten Wehr, wo sich das Spiel wiederholte. Zwischen den Wehren vergass man beinahe, dass ein Fluss befahren wurde und nicht ein schmaler See.

Nach Überwindung des dritten Wehres war das Flusserlebnis aber dann wieder zurück. Langsam meldete sich bei allen der Hunger und wir steuerten einen schönen Rastplatz an. Auf einer abenteuerlichen Konstruktion aus den drei mitgebrachten Grill, hatte alles Grillgut wunderbar Platz. Es wurde uns beschieden, dass wir nun etwa die Hälfte der Strecke hinter uns gebracht hätten, und die Gesamtstrecke 22 km betragen würde, nicht 15 wie angegeben... Bis sich der Rückstau des nächsten Kraftwerks bemerkbar machte, kamen wir jedoch ziemlich flott voran.

Durch eine wunderschöne Flusslandschaft zogen wir an Ellikon, dem Thurspitz, Flaach und Rüdlingen vorbei und erreichten früher als geplant die Tössegg. Nach dem Auswassern und dem Verstauen der Boote konnten wir in der Gartenwirtschaft den Tag gemütlich ausklingen lassen. Herzlichen Dank, Urs, für die Organisation dieser schönen Tour!

Doris Ochsner

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Bericht :: Reuss-Familytour 28.6.2020

Am Sonntagmorgen gegen acht wird der Platz vor dem Bootshaus langsam belebt und wir fangen an die 6 WW-Boote, den neuen Clubkanadier und ein PE-Seekajak auf die Autos zu hieven. Nach der Fahrt laden wir die Boote in Bremgarten ab und haben grad noch Glück, dass wir nicht noch eine Busse zahlen mussten :-)

Nachdem die Autos umgestellt waren ging es endlich zur Sache (aufs Wasser) und wir wurden beim Honeggerwehr grad mal kurz wachgeduscht. Nach der Autobahnbrücke ging es dann gemächlicher weiter und beim Camping Sulz machten wir Mittagspause. Danach kamen im Gnadental vorallem unsere WW-Paddler zum Zug, weil man da an den Felsklötzen so schön "spielen" kann. Erstaunlich wie man auch mit einem Seekajak das eine oder andere Kehrwasser fahren kann...

In Mellingen endete unsere Fahrt ohne besondere Zwischenfälle und nach einem Frappé oder Glacé ging es wieder nach Schaffhausen zurück.

Alle Teilnehmer waren wohl froh, endlich einmal wieder aufs Wasser zu kommen und ihre "Gspänli" wiederzusehen. Obwohl die Strecke nur 15 km war, sorgte der ganze Tag für eine gesunde Müdigkeit...

Urs Waldispühl

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Bericht :: Seekajak Fortbildungskurs 2020

Mit äusserst mässigen Wetteraussichten starten wir am Bootshaus Richtung Seewiese. Nach einer kurzen Einführung geht’s aufs Wasser um die gängigen Paddelschläge und das Ankanten zu repetieren. Bei einem sehr sportlichen Ausflug zur Insel Werth zeigt Michael eindrucksvoll wie ein Abschleppmanöver auch mit hoher Geschwindigkeit durchgeführt werden kann.

Wilhelm erklärt uns am Nachmittag fachmännisch die Gefahren und die physiologischen Vorgänge bei Hypothermie und beim Ertrinken und wie Erste Hilfe zu leisten ist.

Wider erwarten wird das Wetter immer sonniger und so fällt es uns nicht schwer, die verschiedenen Möglichkeiten des Wiedereinstiegs ins Kajak ausgiebig zu üben. Am Durchzug einer Sturmfront am Abend und einem Temperatursturz erleben wir angewandte Meteorologie mit den passenden Erklärungen verschiedener Wetter- und Wolken-Phänomene. Abends steigt die Stimmung weiter an, als Urs uns ein megafeines Thai-Curry und einen ausgezeichneten Rotwein serviert.

Bei regnerischem Wetter üben wir am nächsten Morgen Kajak-Tourenplanung und Urs zeigt uns wie eine perfekte Vorbereitung mit selbst erstellten Karten, inklusive Navigation aussehen kann - ein absolutes Highlight. Bei trübem Wetter, aber sehr sonniger Gruppenstimmung geht’s am Nachmittag im Affenzahn zurück nach Schaffhausen.

Einen herzlichen Dank für den super tollen Kurs an Urs und seine Co-Instruktoren Wilhelm und Michael.

Dieter Bohry

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